Aktuelle Ausstellung

Nicola Stäglich: "Spontane Emission"
13.04.-11.06.2012
Auf den ersten Blick geht von den großformatigen Gemälden von Nicola Stäglich mit ihren leuchtenden breiten Farbbahnen ein Moment von sinnlicher Verführung aus. Die meist vertikal, scheinbar rhythmisch verlaufenden Balken oder Streifen erinnern zunächst an Werke der Color Field Painters aus den Sechziger Jahren (Morris Louis, Helen Frankenthaler, Kenneth Noland), die Aspekte dieser Ära wie Spontaneität, Sinneslust, haptisches Erleben, Rausch und Euphorie wiederzugeben scheinen. Doch je näher der Betrachter einem Gemälde oder Relief von Stäglich tritt, desto dissonanter und beunruhigender wird das Erlebnis.
Stäglichs vielschichtige Werke strahlen kompositorisch und emotional eine untergründige Spannung und Dramatik aus. Weite Öffnungen, oBögen und Tore, bildräumliche Leerstellen und Spalten durchbrechen das Muster der Farbstreifen, die gelegentlich etwas Notenhaftes haben, fügen ihrer rhythmisierten Zweidimensionalität kontrapunktisch Stille und Raumtiefe hinzu. Monochrome, ruhige Flächen lösen Verdichtungen, Hügel, Kämme, Rücken, Furchen, Spalten oder Abgründe auf. Farbliche Plateaus verschaffen dem Betrachter Weitblick und Übersicht; spitz zulaufende Formen und reale Ritzen und Spalten (in den Reliefs) suggerieren Verletzungen, Wunden, Enge und Gedrängtheit.
... (Tanja Dückers)
upcoming: ""unÜBERSEHbar" - Art & Fashion Festival Hafencity Hamburg
frühere Ausstellungen:
Skulpturen und Zeichungen - 25.11.2011 - 17.03.2012
kenntnisse vorbereiten kann. Manchmal zeigt sich Bekanntes in neuer, ungeheurer Dimension und übersteigt alle bisherigen Erfahrungen. Manchmal begegnen uns Monstern. Manchmal richten wir uns häuslich mit ihnen ein.
Wie ein zweiter Film schieben sich Michael Nitsches skulpturale Schöpfungen über den mit Möbeln und Kunst wohnlich hergerichteten Showroom. Die artlounge verbindet angenehmen Aufenthalt mit der Präsentation wohlfeiler Werke verschiedener Künstlerinnen und Künstler. Ein vorweihnachtlicher Basar in nächster Nähe zum Weihnachtsmarkt des Überseequartiers mit eigener Schlittschuhbahn. Auf Kufen aus Kieferknochen und Geweihen gleiten mehrköpfige und vielleibige Chimären durch den Raum. Die Kunst ist eine Hydra. Wenn sie den Kopf verliert wachsen an seiner Stelle zwei neue nach.
"OCEANIC CIRCLE"
10.September-22.Oktober 2011
Olivia Berckemeyer / Armin Boehm / Axel Geis / Uwe Henneken / Michael Kunze / Frank Nitsche / Jonathan Meese / Anselm Reyle
INGE PRIES
"Insel der Glückseligen"
06.Mai-187.Juni 2011
Inge Pries ist eine der bekanntesten Künstlerinnen Hamburgs und das ist kein Wunder: ihr Stil ist unverwechselbar, die Figuren Ihrer Bilder und Zeichnungen prägen sich ein, die Geschichten, die sie erzählen, sind phantasievoll und ebenso ernst wie komisch und tragikomisch.
Die in Bad Schwartau geborene Malerin wurde in Hamburg durch zahlreiche Ausstellungen bekannt, mehrere Kunstvereine und Museen widmeten ihren Werken bereits umfangreiche Einzelausstellungen.
Ihre neuen Arbeiten zeigt Sie nun im Überseequartier der HafenCity Hamburg: für Insel der Glückseligen hat Inge Pries erstmals Akteur aus fernen Ländern eingeladen, die Hauptrollen in ihren neuen Bildern zu übernehmen. Mit den Augen der Künstlerin sehen wir Menschen des “schwarzen Kontinents” und weiße Flecken auf der Landkarte des neuen Hamburger Stadtgebiets.
"PortraitStyle"
04.März-08.April 2011
Karl Goris, Till F.E. Haupt, Michael Douglas Hawk, Klaus Kröger, Martin Liebscher, Michael Najjar, Anouk on the brink, Inge Pries, Jim Rakete, Todd Severson, Leo Stern, Susa Temlin
Eröffnung: 03.03., 18-21h
Das Genre „Portrait“: ein alter Hut? Aber nein. Als Abbildung einzelner Personen verstanden ist das Portrait in der Mediengesellschaft allgegenwärtig: in Mode, Politik, Werbung, Journalismus und Kunst.
Die Darstellung von Personen ist und war immer vom Zeitgeist geprägt, von Moden und Stilvorlieben ebenso wie von kunsthistorischen Strömungen und politischen Auffassungen. Im Spannungsfeld von Kunst und Gesellschaft entwickeln Künstler ihren persönlichen Stil und werfen mit dem Medium Portrait auch einen Blick auf ihre Zeit und deren „Style“, mit dem die Bilder von Menschen für unterschiedlichsten Zwecke nutzbar gemacht werden.
„PortraitStyle“ definiert das Portrait über die Einbettung des Individuums in bestimmte Kontexte: räumliche und zeitliche, historische oder politische, mediale oder wirtschaftliche. Das Portrait ist ein Spiegel: von individuellen Wünschen bist zu gesellschaftlichen Visionen zeigt es uns, was wir waren, wer wir sind und wie wir werden können.
Die Entstehungszeit der Werke (Malerei, Fotografie und Video reicht von 1968 bis 2011, von den schwarzen, existentialistischen Bildern des Malers Karl Goris bis zu Leo Sterns eigens für die Ausstellung produzierten, verformten Portrait-Tafeln von Diktatoren und Tyrannen oder dem Video „Godspeed“ von Michael Douglas Hawk.
Die Ausstellung ist eine Begegnung der unterschiedlichen Darstellungsformen, Epochen und Generationen: von Anouk on the brink (*1995) bis zum im Dezember vergangenen Jahres im Alter von 89 verstorbenen Hamburger Maler Klaus Kröger, der mit zahlreichen Werken auch in der parallelen Ausstellung “ der Hamburger Kunsthalle „Übermalt. Verwischt. Ausgelöscht. Das Porträt im 20. Jahrhundert“ vertreten ist.
