ARTLOUNGE Kreativwirtschaft
Die Etablierung des Begriffs der “Kreativwirtschaft” hat bereits zu vielen Neuerungen auf verwaltungstechnischer und kulturpolitischer Ebene geführt: so koordiniert z.B. das neue Referat für Kunst und Kreativwirtschaft der Hamburger Kulturbehörde seit Ende 2010 alle anderen Fachbereiche. Mit „Hamburg hoch 11 e.V. ” hat sich ein eigener Fachverband konstituiert und von der Hamburger Kreativgesellschaft und dem Nordkolleg Rendsburg gehen Impulse und Aktivitäten zur stärkeren Vernetzung der Kreativen aus.
Daraus entstehen neue kulturelle und wirtschaftlichen Prozesse und Projekte. Ziel der ARTLOUNGE Initiative ist es, Synergien und Kräfte, die aus der Vernetzung der kreativen Branchen entstehen, auch für andere Wirtschaftsbereiche nutzbar zu machen und in einen für alle Seiten bereichernden Kultur- und Wirtschaftskreislauf einfließen zu lassen. Denn in Zukunft werden Kultur und Wirtschaft immer enger zusammenwachsen, aufeinander zugehen und sich koordinieren.
Architektur, Bildende Kunst, Design, Film, Games/Software, Literatur, Musik, Presse, Rundfunk, Darstellende Künste, Werbung – sie alle können in unterschiedlichster Form innovative Ideen und Formate zu diversen Aufgabenbereichen der Gesamtwirtschaft beitragen – und ihrerseits Anregungen und Nutzen aus der Zusammenarbeit mit Herstellern und Anbietern von Produkten, Informationen und Dienstleistungen ziehen.
Die ARTLOUNGE Initiative bildet einen Ideen-, Wissens- und Projektpool, der Kooperationen zwischen Künstlern, Kreativen und Unternehmen initiiert, vorbereitet und organisiert.
Artlounge: zwangloser, aber nicht unengagierter Austausch von Meinungen und Gedanken zu den unterschiedlichsten wirtschaftlichen und kulturellen Themen zwischen Menschen aus verschiedenen Bereichen.
Wir verstehen die artlounge auch als Entgegnung auf den Begriff „White Cube“, wonach Kunst unter Ausschluss jedes Kontextes vermittelt werden soll. artlounge bedeutet hingegen, die Gesellschaft mit all ihren Interessen und Aspekten nicht von der Konzeption und Präsentation von Kunst auszuschließen, sondern in Dialog mit ihr zu treten und sie zur Teilnahme einzuladen.
